Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis Minden

Darmkrebszentrum

„Darmkrebszentrum Minden“ als Qualitätsnetzwerk in der Krebsbehandlung durch Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert.

Darmkrebs ist eine der häufigen Krebserkrankungen unserer Zeit. Das „Darmkrebszentrum Minden“ (DKZM) wurde am Johannes Wesling Klinikum mit dem Ziel einer qualitativ hochwertigen Diagnostik und Behandlung von Darmkrebspatienten gegründet. Am Mittwoch den 18. Mai 2011 wurde dem Mindener Darmkrebszentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft ein hoher Qualitätsstandard durch Verleihung des Zertifikates in einer kleinen Feierstunde bescheinigt. Eine Gruppe unabhängiger Fachexperten hatte das Mindener Zentrum Anfang des Jahres genau unter die Lupe genommen und für gut befunden. Die Fachexperten lobten insbesondere die hervorragende sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Klinikärzten und niedergelassenen Ärzten, „ein vorbildliches Versorgungsnetzwerk gegen Darmkrebs“. „Hierdurch können unnötige Doppeluntersuchungen vermieden und auch eine hochwertige Nachsorge sichergestellt werden“ , so Prof. Berthold Gerdes, Leiter des Darmkrebszentrums und Chefarzt der Allgemeinchirurgie im Mindener Klinikum.

Da die Entdeckung der Darmkrebserkrankung in der Regel bei einer Darmspiegelung erfolgt, wurden alle Internisten/Gastroenterologen, die eine Dickdarmspiegelung in Minden und naher Umgebung durchführen als Kooperationspartner für das Darmkrebszentrum gewonnen. „ Diese lückenlose Einbindung aller Mediziner, die Darmkrebs in unserer Stadt diagnostizieren können, ist eines der herausragenden Strukturmerkmale unseres Zentrums“ ist Dr. Bernd Bokemeyer, stellvertretender Vorsitzender des Darmkrebszentrums überzeugt. Da bei einigen Patienten mit Enddarmkrebs noch vor der Operation eine Vorbehandlung mit einer Strahlen- oder Chemotherapie notwendig ist, wurden zusätzlich die Onkologen und Strahlentherapeuten der Stadt als Partner gewonnen.

Die Entscheidungen für einen bestimmten Therapieplan werden grundsätzlich in einer interdisziplinären Tumorkonferenz getroffen und dann mit dem Patienten diskutiert. Hier werden alle Befunde von den Radiologen demonstriert und unter Beteiligung aller Krebsspezialisten einschließlich spezialisierter Chirurgen des Klinikums besprochen. „Diese Tumorkonferenz ist der entscheidende Baustein unseres Zentrums, da gemeinsam mit der umfassenden Kompetenz aller Fachexperten bei jedem Patienten die Weichen richtig gestellt werden können“, so Prof. Carsten Gartung, Chefarzt der Gastroenterologie im Mindener Klinikum.

Dies geht soweit, dass der Pathologe, der die Diagnose an den entnommenen Proben und Präparaten der Patienten stellt, ebenfalls mit in dieser Konferenz anwesend ist.“ Wir können hier im Klinikum neben allen üblichen Untersuchungsmöglichkeiten auch molekulare Besonderheiten der Tumoren feststellen, was bei der Entdeckung erblicher Darmkrebserkrankungen von hoher Bedeutung ist“, stellt Dr. Kellner, Chefarzt der Mindener Pathologie fest.

"Wir begleiten unsere Patienten durch ihre Erkrankung und haben deshalb eine Spezialsprechstunde, die sogenannte Darmkrebssprechstunde im Klinikum eingerichtet", so Gerdes. Die Schwestern und Pfleger der speziell geschulten Stationen haben gerade in den letzten Monaten ein außergewöhnlich hohes Engagement gezeigt, um die hohen Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft erfüllen zu können. Während der gesamten Behandlung ist eine Vielzahl weiterer Spezialdisziplinen von der Krankengymnastik über die Psychoonkologie, Seelsorge, Ernährungsberatung bis hin zum Sozialdienst im Dienst unserer Patienten eingespannt.

Nach Abschluss der Akutbehandlung der Krebserkrankung startet dann ein festgelegtes Nachsorgekonzept, welches von den niedergelassenen Ärzten umgesetzt wird. Der Nachsorgebeauftragte des DKZM wendet sich dann an den vom Patienten gewünschten Arzt, der für die Organisation und Durchführung der notwendigen Untersuchungen verantwortlich ist. Durch dieses umfassende Netzwerk aus Klinikärzten und niedergelassenen Ärzten wird in Minden eine überdurchschnittliche Qualität der Behandlung der Patienten sichergestellt. Eben diese Strukturen in Minden sind entscheidend für eine qualitativ hochwertige Behandlung von Krebspatienten. Aus diesem Grund wurde mit der Verleihung des Zertifikates an das Darmkrebszentrum Minden nach dem Brustkrebszentrum, dem Hauttumorzentrum und dem Lungenzentrum als nächstes Organzentrum ein Zentrum für Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs gegründet. „Dieser systematische Ausbau qualitätsgesicherter Behandlungsstrukturen für Krebspatienten entspricht unserem Auftrag als Maximalversorger in der Region und sichert eine moderne Krebstherapie nach neusten wissenschaftlichen Gesichtspunkten mit dem Patienten im Zentrum“, sind sich die Ärzte des Klinikums einig.

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